Intelligentes Layering: Die Kunst, sich stilvoll in Schichten zu kleiden
Intelligentes Layering: die Kunst, sich stilvoll in Schichten zu kleiden
Um acht Uhr morgens suchst du verzweifelt nach einer Jacke, zum Mittagessen möchtest du am liebsten noch kurze Ärmel tragen und um sechs Uhr nachmittags bereust du, den Schal zu Hause gelassen zu haben. Willkommen in der Jahreszeit, in der das Wetter seine Meinung schneller ändert als wir vor dem Kleiderschrank! Aber das Schöne daran ist, dass der Herbst uns neue Gelegenheiten bietet, mit unserem Stil zu spielen. Jetzt ist die Zeit für Hemden, die unter Pullovern hervorblitzen, Blazer unter Mänteln und weiche Strickjacken zu leichten Röcken. Einzelne Teile wirken ganz schlicht, aber zusammen bekommen sie eine völlig andere Ausstrahlung!
Das nennt man "intelligentes Layering", und das Beste daran ist, dass du direkt mit den Kleidungsstücken beginnen kannst, die du bereits besitzt. Vielleicht entdeckst du dabei, dass genau das Hemd, das ganz hinten in deinem Kleiderschrank vergessen liegt, deinem Lieblingslook noch gefehlt hat!
Die Drei-Schichten-Regel (die du auch brechen kannst)
Du möchtest deinen Lieblingspullover tragen, weißt aber schon, dass dir nach ein paar Stunden im Büro viel zu warm sein wird? Die Lösung ist nicht, darauf zu verzichten, sondern deine Kleidung darunter neu zu überdenken. Ein leichtes Basic wie ein T-Shirt aus Baumwolle oder ein dünner Rollkragenpullover ermöglicht es dir, eine Strickjacke oder einen Blazer darüberzuziehen, ohne dass du dich zu dick eingepackt fühlst. Der Mantel rundet dein Outfit ab, wenn du nach draußen gehst, aber du kannst ihn leicht ausziehen, sobald du einen beheizten Raum betrittst. Ein kleiner Tipp? Achte auch bei der ersten Schicht auf die Auswahl. Ein Oberteil, das dir wirklich gefällt, vielleicht mit einem besonderen Ausschnitt oder in einer schönen Farbe, sorgt dafür, dass du dich auch dann wohlfühlst, wenn du die Strickjacke oder den Blazer ausziehst.
An manchen Tagen reichen dir zwei gut ausgewählte Kleidungsstücke, an anderen möchtest du vielleicht noch einen Schal oder eine Weste dazu nehmen. Eine feste Regel gibt es nicht, solange es zu dir passt und du dich darin wohlfühlst – nicht nur schick!
Das Kleidungsstück mit „tausend Leben“
Es gibt ein Kleidungsstück, das es verdient, aus der üblichen Kombination mit eleganten Hosen herauszukommen: das Hemd. Ob weiß, hellblau oder fein gestreift – ganz gleich, welches dein Lieblingshemd ist, jedes davon kann zum dezenten Blickfang eines Lagenlooks werden. Trage es unter einem Rundhalspullover und lass den Kragen hervorblitzen. Oder wähle einen Pullover mit V-Ausschnitt für einen lässigen Look. Wenn du etwas weniger Klassisches möchtest, ändere die Perspektive: Trage das offene Hemd über einem eng anliegenden Top und runde das Outfit mit einer kurzen Jacke ab.
Möchtest du etwas anderes ausprobieren? Lass nur eine Seite des Hemds aus der Hose hängen und halte den Rest des Looks schlicht. Das Ergebnis wirkt weniger durchgestylt und moderner. Und wenn du feminine Kombinationen liebst, probiere ein locker geschnittenes Herrenhemd unter einer weichen Strickjacke, dazu einen Midirock und hohe Stiefel. Gerade der Kontrast zwischen strengen Kleidungsstücken und zarten Details macht das Outfit interessant.
Und wenn dein Hemd besonders lang ist? Ganz einfach! Kombiniere es mit einer kurzen Strickweste. Der Kontrast zwischen den beiden Längen sorgt für Bewegung, ohne dass du etwas Besonderes hinzufügen musst.

Eine Frage der Proportionen
Ist es dir schon einmal passiert, dass du ein Outfit im Geschäft oder online toll fandest, es angezogen aber ganz anders aussah? Oft liegt es nicht an den Kleidungsstücken, sondern daran, wie die Volumen zusammenspielen. Zum Beispiel kann ein Oversize-Cardigan ideal über einem Slipdress oder zu Jeans mit geradem Bein sein. Kombinierst du ihn jedoch mit einer sehr weiten Hose und einem ebenso voluminösen Mantel, kann das Ergebnis die Figur komplett verhüllen. Das heißt nicht, dass weite Kleidungsstücke nicht zusammen getragen werden sollten, vielmehr kannst du einen Gürtel hinzufügen oder nur den vorderen Teil des Oberteils in die Hose stecken. Manchmal braucht es wirklich nur wenig, um die Proportionen zu verändern.
Für alle, die eine stärker strukturierte Silhouette lieben, sind die Blazer von Elisabetta Franchi und Patrizia Pepe ideal. Und denk nicht, dass du sie unbedingt zu einer eleganten Hose tragen musst: Auch ein eleganter Blazer zu geraden Jeans und einem feinen Rollkragenpullover kann zu einem deiner Lieblingslooks werden.
Wolle, Denim und Satin: Stoffe machen den Unterschied
Ein Outfit, das nur aus Basics besteht, kann durch verschiedene Texturen überraschend interessant werden. Denk an die Weichheit eines Wollpullovers neben der glatten Oberfläche eines satinierten gonna-Rocks oder an Denim, der auf die Leichtigkeit einer Bluse trifft. Diese Kontraste funktionieren, weil jedes Material ein anderes Gefühl vermittelt. Das gilt auch, wenn du dich von Kopf bis Fuß in derselben Farbe kleidest. Ein weicher cremefarbener Pullover passt zum Beispiel wunderbar zu einer gleichfarbigen Anzughose. Der Look bleibt schlicht, wirkt durch die unterschiedlichen Stoffe aber weniger gewöhnlich.
Die Strickmode von Twinset ist ein hervorragender Ausgangspunkt für solche Kombinationen. Auch eine Lederjacke über einem leichten Kleid kann wunderschön wirken, besonders wenn du einige Teile deiner Sommergarderobe weiterhin tragen möchtest.
Wenn du einen gonna satinierten Rock hast, den du nur zu besonderen Anlässen trägst, kombiniere ihn doch einmal mit einer Strickjacke und einem Paar Stiefel. Vielleicht gefällt er dir so sogar noch besser.
Vom Morgenkaffee zum Aperitif: ein Outfit, drei Möglichkeiten
Stell dir einen ziemlich vollen Tag vor: einen Arbeitsvormittag, ein paar Erledigungen am Nachmittag und ein kurzfristig geplantes Abendessen. Vielleicht hast du nicht einmal Zeit, darüber nachzudenken, was du anziehen möchtest, und dich dreimal komplett umzuziehen, klingt nicht gerade verlockend. Aber auch hier ist noch nichts verloren!
Starte in den Tag: Du trägst eine dunkle Jeans, ein eng anliegendes Oberteil und einen Blazer, vielleicht auch einen Mantel und eine geräumige Tasche. Am Nachmittag, wenn es milder wird, kannst du den Mantel ausziehen und den Blazer in den Mittelpunkt rücken. Und am Abend? Wechsle die Accessoires. Ein Paar Stiefeletten mit Absatz, besondere Ohrringe und eine kompakte Tasche verwandeln den ganzen Look in etwas völlig Neues!
Ein Modell von Furla mit klaren Formen ergänzt einen eleganten Look, während eine Tasche von Kurt Geiger mit auffälligeren Details einen gewagten Akzent setzt. Du musst nicht jedes Mal ganz von vorn anfangen. Manchmal reicht es, nur ein einziges Element zu verändern.
Der nächste schicke Look hängt wahrscheinlich schon in deinem Kleiderschrank
Das Gute am Layering ist, dass es uns dazu anregt, mit dem, was wir haben, kreativer zu sein, statt immer nach etwas Neuem zu suchen. Es geht darum, kleine Experimente auszuprobieren, die vergessenen Kleidungsstücken ein zweites Leben schenken können. Nimm dir fünf Minuten Zeit, um etwas anderes auszuprobieren. Vielleicht klappt es nicht gleich beim ersten Versuch, aber das gehört doch zum Spaß dazu, oder? Stell dir vor, wie du dich fühlst, wenn du diese Kombination findest, in der du dich wohl, schön und ganz du selbst fühlst! Ist das nicht schon Inspiration genug, um loszulegen?







